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"aber wo war nochmal hier? tja, genau genommen gehts nicht um die richtung - beides ist nach hause kommen. trotzdem ist da hier und hier da geworden. im westen nichts neues; alles klar im norden."
einszwo

"travel over ocean, land and sea - face much stress and dificulty"
roots manuva

bin wieder da. gestern abend bin ich gut in duesseldorf gelandet, und hab so den mordskreativen blogtitel veralten lassen. sehr nett, hier zu sein. einige sachen doch sehr anders, vor allem aber: verano! es ist sommer. das hatte ich unterschaetzt. ich vergass, das naechte hier nicht nur t-shirt-warm sein koennen, sondern auch bis 10 beleuchtet. in el alto ist es ab 6 dunkel wie mitternacht. und kalt.

deswegen war ich in der letzten zeit auch krank gewesen. halsschmeryen, erkaeltung, etc. die letzte woche musste ich dann aber noch gesund sein, um mich allerorten zu verabschieden. so ist das. schon so ne sache. wer weiss, wann und ob ich wiederkomme. ich hoffe schon - eines tages. aber die kinder werden wohl keine mehr sein. und sich auch nicht umbedingt an mich errinern.

bin gern dort gewesen. hab gern dort gearbeit. in allen 3 projekten , am intensivsten und am naechsten an den kinder natuerlich in sariry. hab gerne dort gewohnt, jetzt am ende bei einer wirklich sehr netten gastfamilie, meine "gastschwester" sonia kommt mich demnaechst hier besuchen, das wird nett. ich bin froh, dass ich das alles machen konnte, danke an alle, wegen denen ich es machen konnte.

nun bin ich in muenster und komm auf dieses land klar. gehe in den supermarkt, sprech leute nicht auf spanisch an und nutz immer noch nicht die umlaute auf der tastatur. und will menschen wieder sehen.

nos vemos entonces.
3.7.08 01:11


ueber die autonomiebestrebungen im tiefland:

 http://jungle-world.com/artikel/2008/20/21784.html

13.6.08 02:15


der plasiksack bei den fuessen der leute, die neben uns sitzen bewegt sich ein bischen. ansonsten machen sich die huehner nicht sonderlich bemerklich, obwohl es darin sehr warm sein muss. zwischen uns, im gang, sitzt ein mann mit einem schlafendem kind im schoss und eine chola, eine traditonell gekleidete frau - wobei sich die traditionelle kleidung hier unten - auch temperaturbedingt - von der des hochlands unterscheidet.

jan und ich sind aus la paz nach cohabamba gefahren, auf dem weg zu einer schiffstour. cochabamba ist schoen. schoen tief (2.500m u.NN), schoen warm, und eindach angenehm anders zum hochland. auch die leute sind anders hier, so bildet man es sich wenigstens ein. in cocha sind wir vor 2h in diesen bus gestiegen, der in 5 h in einem dorf ankommen soll, dessen namen ich nicht weiss, von wo aus es aber ein kollektivtaxi nach puerto villaroel, dem hafendorf am fluss, wo wir hinwollen, geben soll. sagt der busfahrer.

die landschaft veraendert sich. aus dem in vergleich zu zu la paz schon mal eine ganze ecke grueneren chochabamba fahren wir durch immernoch ein bischen lehmige huegel und berge in immer gruenere huegel und berge. jan ist eingeschlafen, ich hoere musik.

die landschaft ist mittlerweile ueppig gruen. palmen, baeume, gestruepp - wie ein grosses gewaechshaus oder so....die strecke wechselt von asphalt zu staubstrasse. die vegetation am wegesrand ist vom aufgewirbelten staub bedeckt. dannn tauchen zu beiden seiten der strasse kleine, gutbestueckte laeden auf, der bus haelt, drogenkontrolle.  nach 10 min geht es weiter, das gruen wird immer dicker, farn, buschwerk, lianenbehangene baeume. immer weiter bergab. die strasse schein gefaehrlicher als sie aussieht, jan hat auf seiner seite in schon ueber 100 kreuze am wegesrand gezaehlt.

es gibt tatsaechlich ein taxi, alles ist ganz einfach, wie hauefig. die strasse ist asphlatiert, der fahrer dreht die musik auf. der mann, der im kofferraum mitfaehrt, kriegt es hin, gleichzeitig ein bein aus der geoeffnete kofferraumklappe baumeln zu lassen ( bei 110 kmH), coca zu kauen und mich anzugrinsen. coolste sau des tages.
platz 2 wird der kaptiaen machen. es liegt naemlich tatsaechlich ein transportschiff im hafen, das nach trinidad gehen soll. ich gehe hin und frag den kaeptn ( in badehose), ob wir mitfahren koennen, was das koste. 300 pro person. "kann man das  reduzieren auf 500 fuer uns beide?" "kann man."

am naechsten nachmittag geht es wahrscheinlich los, am uebernaechsten in echt. bis dahin bleiben wir in dem dschungelkaff puerto villaroel, einer der entspanntetsten orte, wo gibt, wuerd ich behaupten. eine nette fahrt auf dem schiff dann. wir fahren 6 tage durch den urwald, schlafen in haengematten, man kann manchmal rosa flussdelfine sehen, zwischendurch auch ein krokodil, papageien und einige schildkroeten. und es gibt viel leckeren, frisch gefangenen fisch.


so. bis dahin. wie gesagt bin ich letzten monat mit jan rumgereist, nach beschriebener tour auch noch ein bischen im hochland, salzse, sucre und titicacasee. alles sehr nett gewesen. jetzt arbeite ich wieder. auch sehr nett. war sehr schoen, die kinder nach der zeit wiederzusehen. naechstes wochenende kommt mich meine mutter besuchen.

leider neigt es sich alles dem ende. ende des monats flieg ich zurueck... 

8.6.08 15:58


erwartet nichts grosses. nur mal so ein kurzeintrag, um mal zu sagen wie alles ist: also mein vater und meine stiefmutter kamen letzten montag nach einer 3 woechigen peru-tour gut in hier in la paz an. nett  sie wiederzuehen, nett reisefuerher zu spielen. freitag kam jan an. auch sehr gut. soviel besuch auf einmal.

war alles sehr gut so, johannes und renate fliegen morgen schon in aller herrgottsfruehe; heute haben wir schuhputzer besucht, mit denen ich im im januar arbeitete, am samstag gabs ein vereinigungs-abendessen bei meiner "gastfamilie".

apropos vereinigung bzw. eben grade nicht, es sind grad etwas besondere zustaende hier, weil gestern im bundeststaat santa cruz darueber abgestimmt wurde, ob man denn gern autonom weren wolle. das wollte man - erwatbarererweise. die naechste frage ist nun, ob diese abstimmung seitens der bundesregierung als legal erachtet wird und was danach passiert - man muss mal schaun - a ver. nun, es war ein bischen was los hier ( grossveranstalatungen gegen die autonomie mit anti-gringo-hetzreden und pupen mit langen nasen...) und wohl einges mehr dort unten in santa cruz - ein toter, eine menge verletzte und verhaftete, so sahen wir heute in der zeitung. ansonsten hier wieder alles wier gehabt.

mit jan werd ich diesen monat etwas rumreisen, hier in bolivien, muss ja ma was angucken....

 also bis die tage, ¡vive santa cru`!

 

 

 

6.5.08 03:03


"ach aus deutschland kommst du!...aehm..dingens...wie machen die hitlerleute noch mal?"

so, hab mich lange nicht gemeldet, schande ueber mein haupt. wo fang ich an, was ist passiert?

also erstens arbeite ich nicht mehr mit den schuhputzern (vamosjuntos.de ), was ne nette zeit war. sehr viele leute kennengelernt und vielleicht auch sonst was gelernt. bin halt taeglich durch die stadt gelaufen und hab die leute an ihren verschiedenen strassenarbeitsplaetzen besucht. da in den letzten 3 wochen meiner arbeitszeit bei dem verein die 3 anderen deutschen freiwilligen, die da noch arbeiten, in urlaub waren, hab sie in der zeit in ihren schuhputzerorganisationen verteten und hatte dadurch natuerlich furchtbar viele leute zu betreuen. doch sehr interessant, bin froh, dass ichs gemacht hab.

dann arbeite ich jetzt schon seit laengeren also wieder in SARIRY. mitlerweile sowohl mit anderen "profes" (erzieher_innen) als auch teilweise mit anderen kindern. morgens kommen weiterhin so wenige jugendliche, dass es haufig nicht lohnt, vor dem mittagessen zu kommen. dann zum mittagessen gehts dann aber los: es sind mitlerweile ein paar mehr kinder als letztes jahr da, etwa 50/60 glaub ich. wir arbeiten im team mit 2 weiteren festangestellten erzieherinnen, einem voluntaer und einer praktikantin. die kinder und jugendlichen werden in eine aeltere und eine juengere gruppe unterteilt. wir beiden deutschen zivis machen ein bischen spezialprogramm ausserhalb der beiden gruppen: nachdem wir letztes jahr mit nett gesagt auesserst maessigem erfolg eigentlich nur englischtunden gemacht haben, wollen wir dieses jahr auch noch andere sachen wir erdkunde-grundlagen und  - nachdem jonathan letztes jahr die rechner zum laufen gebracht hat ( jetzt haben wir 4) - "computacion". das wird aber noch etwas dauern, denn im moment machen wir ein fotoprojekt mit ausgewaehlten kids. die idee ist, dass im herbst von sariry deutschland ein buch erscheinen soll mit fotos, die die kinder im projekt selbst gemacht haben - wenn denn alles so klappt wie geplannt. deswegen besprechen wir hier mit den kindern im moment wie man vernuenfigte fotos macht, von was usw - und lassen sie eben fotos machen.

was noch? achja, ich bin umgezogen und wohne jetzt in "ciudad satelite", einem viertel el altos mit 1. schoenem namen und 2. schoenen antenenmasten. die andere wohnung war nicht so ideal fuer 3 personen ( jonathans freundin ist noch eingezogen) und ich wohne gerne hier in el alto - ist auch naeher zum projekt. ich wohne mehr oder weniger bei einer familie, die sehr nett ist.

ach und ich war erstens am salzsee von uyuni - (beeindruckend! ) und zweitens im tiefland von santa cruz, auch sehr nett. von dem kram gibts auch neue fotos, wie immer auf flickr.com/photos/stefan_ki

 asi no mas...

26.3.08 17:15


es gibt neue fotos auf:

 

http://www.flickr.com/photos/stefan_ki/sets/72157602032342181/

 

update: jetzt mit huehnerfotos

29.1.08 23:33


buen dia, frohe weihnachten, frohes neues, guten rutsch gehabt zu haben, etc...

weihnachten war recht unspecktakulaer, will mir allerdings im bezug auf jenen 24.12.07 den in-der-mittagshitze-eine-ananasscheibe-auf-der-strasse-kaufen-eindruck merken, in kombination mit dem auf-die-uhr-gucken-und-oha-schon-abend-bei-euch-drueben-gedanken. ansonsten hatte ich kurz davor im schon angesprochenen schuhputzerprojekt (www.vamos-juntos.de) angefangen, wo ich immernoch und weiterhin arbeite ( bzw. grade mittagspause habe). das ist sehr nett, und auch so interessant und gleichzeitig relaxt wie ich es mir, glaube ich, vorgestellt habe. allerdings habe ich bis jetzt ehrlich gesagt wiederum auch nicht so furchtbarviel dort gearbeitet, das hat mit deutscher feiertagsinterpretation ( hier ist an sich nur der 25. frei) und einem letztendlich recht kurzfristigem trip ueber sylvester zu dem dorf zu tun, das der/dem fleissigen blogleser_in mit gutem gedaechnis als "das mit dem paten" bekannt sein duerfte.
...was allerdings nicht den erwartungen, die man aus der verbindung der erfahrungen des letzten mals und deutschen sylvesterbraeuchen haben koennte, entsprach, sondern sehr ruhig und familiaer lief. wir haben dieses mal in einem anderen haus, mit 2 kuehen, huehnern und meerschweinchen gewohnt, ein netter kleiner bauernhof, koennte man sagen und mit blick auf den titicaca (wo man uebrigens gut mit den fuessen reingehen konnte, entgegen aller bitterkalten beschreibungen der bolivianer innen). wir sind in den tagen dort auf ein paar huegel geklettert, von wo aus man einen guten blick ueber den titicaca hatte.


an sylvester war bis vor 12 im haus so wenig los, dass jonathan und ich uns zum see aufgemacht haben. dabei gabs einen netten dialog mit einigen kindern am strassenrand (wohlgemerkt in sichtweite ( wenns hell gewesen waere) des doch nicht so ganz unbedeutend grossen titicacasees):
=wo gehts den hier zum see?
=zum see?
=na zum titicaca...gibts da keinen weg?
=nein.
=und wenn wir da lang gehen, ist da ein weg?
=ja......aber da gibts teufel.

die wollten die zwei wunderlichen gringos mit den taschenlampen dann sehen, also sind wir weitergegangen, bis irgendwann hunde anfingen wahnsinnig zu klaeffen und das ganze damit endete, dass wir von etwa 20 einheimischen umringt erklaeren mussten, was um alles in der welt wir den ausgerechnet um diese zeit hier verloren haetten und dass es nicht unser primaeres anliegen sei, die uralten ruderbote, die dort im schilf lagen, zu entwenden.

spaeter, um 12, gab es neujahrswuensche mit papierschnippseln ueber den kopf und dann 12 trauben fuer jeden, d.h. 12 wunsche, fuer jeden monat des neuen jahres einen. danach ,nicht vorher ,essen und ein bischen bier. das alles in netter familiaere runde...wie gesagt sehr ruhig das ganze.

ansonsten kann ich nun behaupten den kontinent von rechts nach links durchquert zu haben, denn ueber das wochenende waren wir in ilu, in peru, am pazifik. auch sehr schoen, ein doch recht grosses hafenstadtkaff. mit sonne und strand und baden und ueberhaupt richig sommer endlich und nicht so wie hier im altiplano, wo es nachts, auch wenn viel sonne war, trotzdem immer kalt wird. und ich habe einen richtigen pelikan gesehen, was mir solange besonders vorkam, bis es bei der hafenrundfahrt den felsen mit bestimmt ueber 200 davon zu sehen gab. ausserdem sehr viele seeloewen, die auch in den hafen gekommen sind.


so. ich hoffe allen gehts gut, bis die tage.

8.1.08 18:31


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