Startseite
  Archiv
  Fotos
  Das Projekt Sariry
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   cool kids dont wear pali scarfs
   Thomas Blog
   Joost Blog
   sariry.de
   Links zum Thema

besser nicht das kontakt-feld benutzen, sondern lieber die gaestebuch-funktion benutzen oder mir direkt eine mail schreiben

http://myblog.de/stefan-in-bolivien

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
heute ist streik der minibusse. wie schoen, da hab ich also frei - und zeit, mal wieder zu schreiben. auch sonst ist strteik doch eine sehr nette sache, sollte man viel oefter machen. hier in la paz praegen die minibusse sonst sehr das stadtbild und die aus ihnen heraushaengenden koepfe der ansager die stadtakkustik. nicht, dass ich das sonst schlecht faende, aber mal einen tag ohne bringt doch eine ganze menge frieden in die stadt, alles muy tranquilo, heute. und weil die minibusse den sonst den grossteil des verkehrsaufkommens stellen, kann man in der mitte von sonst sehr belebten strassen, wie der ceja, einfach in der sonne laufen, nett.
gleichzeitig waren dann heute irgendwie auch ein bis zwei kleinere demos, wenn ich das richtig verstanden hab, waren das strassenverkaufer, die dafuer waren, weihnachten die strassen zu sperren um da zu verkaufen oder so. gute idee, warum nicht, bin dafuer!

...ansosnten haben wir ( zivis) vor ein paar wochen mittelkleine huehner gekauft, die sind in der naehe des projekts in einem grundstueck mit dem kleinen gemuesetreibhaus zusammen, auf dass sie groesser werden und eier legen, die dann in der kueche gebraucht werden koennen. wir haben ihnen einen netten huehnerstallgebaut, auch mit etwas styropor, waermedaemmung und so, ist wahrscheinlich der futuristischste huehnerstall tilatas. nett ist es da mit den huehner jetzt, sehr chillig um sich mal von den kindern auszuruhen. bei gelegenheit lad ich fotos hoch.
6 huehner hatten wir gekauft, leider kursiert(e) eine erkaeltung, die 2 huehner hingerafft hat und eins wurde wahrschinlich von der katze gegessen, das wollte die koechin, wo die huehner uebers wochenende waren, aber uns nicht so sagen, aber ihr junge hats uns gepetzt. wir haben noch ein huhn mehr gekauft, jetzt sinds 4. aber die sind grad ganz fit.

ab mitte dezember hat das projekt wegen sommerferien geschlossen und ich werde bei einem anderen, das hier mit den schuhputzter arbeitet, arbeiten. "vamos juntos" heisst das und wer mehr wissen will, gehe auf www.vamosjuntos.de
ich glaub das wird interessant.



14.11.07 15:49


Werbung


auf

http://www.flickr.com/photos/stefan_ki/

(und dann oben rechts "sariry" suchen lassen)

gibts neue fotos. vom projekt, an dem tag, wo der wasserlaster kam (denn es gibt dort keine wasserleitungen). die tanks reichen aber nicht, deswegen wird alles wo geht mit wasser gefuellt. hinterher ist dann viel wasser auf dem hof.

18.10.07 03:42


einen wunderschoenen tag der rasse allerseits!

schade, ich hatte mir mehr erhofft, von dem tag der rasse, aber so spektakulaer wars auch nicht. vor einiger zeit gabs uebrigens tag der flagge und dann irgendwann den "tag des freundes, der liebe, der mediziner "...und nochirgendwas was ich vergessen hab und gestern war tag der bolivianischen frau.

ich soll mal was zum projekt und da arbeiten und was ich denn nun so mache und so schreiben, sagt man. also ich fang am montag an. wir ( wir sind 2zivis) fahren ( wenn wir puenktlich sind) gegen 8 los, mit einem minibus(so nomale toyota-bullis aber mit optimalerweise 16leuten plus kindern ), dem verbreitesten verkehrsmittel hier, und sind dann so gegen 9/halb 10 da, denn montags, mittwochs und freitags gibts im projekt auch vormittagsprogramm, da sind aber meist nur so 2,3 kinder. denen - die sind schon etwas aelter - hab ich jetzt vor einiger zeit fruity loops ( eine software zum musikproduzieren) gezeigt, mehr so aus spass, so richtig lernen werden die es glaub ich so schnell nicht...(An der stelle: ja, es gibt sowohl einige pcs als auch strom im projekt, interessanterweise aber kein wasser, der wasserlastwagen kommt einmal im monat und macht die faesser voll)..und demnaechst will ich einer erzieherin bei ihren englisch-kurs-aufgaben montags helfen ( englisch will hier irgendwie alles und jeder lernen oder sagt es zumindest)...mittags um 2 gibts dann wie immer mittagessen( das immer recht lecker ist), bis dahin sind auch die nachmittagskinder ( die vorher in der schule waren) da. nachmittags dann also zum englischunterricht. wir sind hier 2 zivis, wechseln uns also ab -der eine gibt unterricht, der andere macht hausaufgabenbetreung. montags sind die grosseren dran(2 gruppen von 4-8 kindern), dienstags (zwei gruppen)und donnerstags (eine gruppe)die kleineren. dienstags und donnerstags haben wir morgens frei, das ist gut und irgendwie noetig , denn wir haben eine 6-tage-woche.mitwochs gehe ich in ein anderes projekt, namens "machac jacaña"(aymara: "neues leben" ) die haben dort eine ganze menge kinder mehr und gar keine voluntaere, nur eine der erzieherinen dort kann fuer hiesige verhaeltnisse ziemlich gut englisch. sehr nett sind die kollegen in beiden projekten. das 2. projekt ist etwas mehr in der stadt und die familien sind ein ganz kleines bischen reicher, hab ich den eindruck.

donnerstags dann wieder raus zum sariry-projekt und englischunterricht geben. freitags was so anliegt - es ist immer viel zu tun und haufig fallen deswegen auch die englischstunden aus, das ist wirklich bloed, weil die kinder hier eh nur die eine stunde englisch in der woche machen. die laueft auf auesserst niedrigem niveau und es ist sehr zweifelhaft, ob wir je besonders weit darueber hinaus kommen werden. zumal ihnen englisch voellig fremd ist und sie keinerlei bezug zu vokabelnlernen haben. samstags gehen wir in eine schule und geben dort englischunterricht. (so schnell kanns gehen und man ist auf der anderen seite....) die kinder dort haben auch anderen englischunterricht, wir sollen uns eher mir der aussprache beschaeftigen, machen aber auch was anderes. das problem mit dem samstagsunterricht ist, dass er 1. samstags 2. frueh und 3. furchtbar anstrengend ist.

dann ist wochenende und das ist auch gut so....

hier ist uebrigens grad fruehling. es ist etwas waermer geworden und die regenzeit hat zum glueck noch nicht angefangen.

danke fuer alle mails und gaestebucheintraege, viele gruesse, stefan

 

13.10.07 02:54


ich hab fotos hochgeladen. auf www.flickr.com/photos/stefan_ki/ und dann rechts auf "bolivien" klicken. najach sar chaua.
4.10.07 02:10


"ach aus deutschland seid ihr? heil hitler! hahaha!" ja das erste mal ziemlich doof geguckt und beim 2. und 3. mal irgendwie auch. ich meine ich hab ja nichts dagegen mich ueber das dritte reich zu unterhalten, auch insbesondere gerne ueber die rolle der ottonormalbevoelkerung damals und heute, verantwortung heute und so weiter. aber verdammt, der tiefpunkt der menschheitsgeschichte ist doch kein schlechter scherz! naja, es ist meistens das einfachste , meinungen, die einem nicht passen als undurchdacht darzustellen. aber ich gehe einfach nicht davon aus, dass die leute hinter dem obengenanten zitat sich mit der geschichte ausserhalb boliviens besonders intensiv auseinandersetzten durfen/konnten/mussten.

 however, anderes thema, ich war am wochenende in einem kleinen dorf in der naehe des titicacasees. eine initiatorin hatte uns eingeladen sie dorthin, in ihr heimatdorf, zu begleiten, denn dort war das wochenende grosse fiesta ( die noch bis morgen, dienstag, gehen wird). nach etwa 3stuendiger fahrt mit dem minibus ( der hier eh das wichtigste transportmittel ist) ueber asphaltiete und unasphaltierte pisten waren wir da: auf dem dorfplatz vor der kirche tanzten leute bestimmte taenze im grossen kreis um die vielen bierzelte herum. die maenner im anzug, hut und mit einer rassel die mit einem modell einer kirche verziert war, die frauen in der her ueblichen tracht, aber mit einheitlichen farben und halt mit diesen grossen roecken, und dann noch ein paar besondere kostueme( irgendwann bald gibts mal fotos...). dann waren wir im haus des onkels der initiatorin: das wohl modernste haus des dorfes, mit grossem garten, in dem allerlei volk aus dem dorf trank und wir als staatsgaeste behandelt wurden. ausserdem kellner, die im laufe der zeit dem zustand der gaeste hauefig ein bischen voraus waren. ja ueberhaupt wurde es zeit fuer die ersten biere fuer uns gringos(spaeter auf dem marktplatz wurden wir auch noch viel von voellig fremden eingeladen, bier trinken und tanzen in diesen schritten). ja bei dem onkel konnte man irgendwie nicht anders als nach 5 minuten an " den parten" zu denken, dieser eindruck draengte sich nicht nur durch sein haus und seine spendable art dem dorf gegenueber auf, sondern auch durch die sonnenbrille und den hut mit der krempe (wobei ich jetzt nicht weiss , wie der pate im film aussieht). 

 ja wir waren noch in der kirche, in der die ganze zeit gottesdienst lief und danach eine prozession daraus - die der eingentliche hauptpunkt des festes ist, glaub ich. und der hauptunkt der prozession ist ein kleiner kasten mit einer noch kleinerer marienfigur drin. der kasten war glaub ich so etwa 30cm breit...aber ich hab ihn nur von hinten gesehenm wo ein grosses vorhaengeschloss dran war. dann wurde die prozession zur parade wie der vorigen(blaessermusik und tanzgruppen), und wir wurden genoetigt mitzutanzen (...), es ging  nach einer weiteren runde um den platz durch einige der wenigen strassen des dorfes und endete ....ja genau, im haus des paten!

da also weiter trinken( ablehnen ist beleidigen! ) und zwar bitte  viel und hier noch und da noch. uiuiiui....es gibt zwei taktiken, einigermassen die kontrolle zu behalten: entweder die tradition, den ersten schluck der pacha mama (mutter erde)zu  widmen(d.h. auf den boden kippen). am anfang gern gesehen, aber irgendwie doch auffaellig, ansonsten muss man halt zum angriff uebergehen, sich eine bierflasche schnappen und andere abfuellen.

... es war eine sehr nette partz noch, wir haben uns spaeter noch zu anderen verdrueckt.

geschlafen haben wir in einem bauernhofartigen haus ( kuehe, esel, strohmatratzen), sehr huebsche landschaft da, uebrigens. und am naechsten tag sind wir noch zum titicaca gelaufen, der uebrigens auch sehr nett ist, ein bischen wie meer, weil mann die andere seite nicht sieht, aber keine wellen und furchtbar kalt. also so aehnlich wie ostsee, aber sehr klares wasser. dann rueckfahrt, die party dort ging und geht allerdings weiter.

kleines dorf, grosses besauefnis, heimat und traditonsbezug = schuetzenfest? naja nicht ganz, glaub ich. aber so in der art.

ja soweit. ansonsten ist alles ok im projekt und ich geb sehr viel englischunterricht....

10.9.07 20:20


jetzt muss ich aber doch mal schreiben, bin in 2 sehr interessante sachen geraten, diese woche, eins davon gestern mittag.

aber erstmal mitwoch: vormittags ist immer wenig los im projekt. mittwoch war aber eine schulklasse zu besuch fuer sexualkundeunterricht bei javier, einem der profes(paedagogen)- der uebringes ein ausserst netter kerl ist. nach einer stunde oder so sind wir dann mt den schulern zu deren schule gegangen, ich hatte nicht so ganz verstanden wieso und dachte irgendwie, da wuerde der unterricht weitergehen. als wir ankammen standen auf dem schulhof der schule( ich wuerde sagen grundschule, vielleicht bis 5. oder 6 . klasse ) die schueler in reihen und auch mehr oder weniger in glied. und natuerlich in uniformen, die allerdings gelb-blaue traininuigsanzuege waren (was ich fuer schuluniformen schon verhaeltnismasig stylisch finde) vor den reihen war ein bischen platz und dann eine lange tischreihe mit stuehlen dran. wir ( ausser javier und mir war auch noch feli, die coordinadora des projekts, mitgekommen) wurden dann zu einigen wichtig aussehenden schlips und oder wuerdentraegern gefuert und landeten schliesslich auf dieser ehrentribuehne gegenueber der aufgestellten kinder. das war schon ein recht komisches gefuehl, ploetzlich zu dieser art von menschen zu gehoeren, die leute vor sich antretten lassen. dann gabs irgendwann ein paar befehle vom rektor: stillgestanden, rumdrehen. fuer mich schon das irgendwie naja wie soll ich sagen....erschreckend triftts nicht ganz.

wieso rumdrehen? auf der anderen seite wurde die flagge gehisst - militarismus und nationalismus sind halt mehr als gute bekannte... man macht sich so seine gedanken: solche zeremonien sind wahrscheinlich in den allermeisten schulen der welt normal...

dann aufstehen, nationalhymne, begleitet von ordentlichem uffta aus einem lautsprecher. irgenwie beruhigend, dass so nach 5,6 minuten kaum einer mehr den text wusste.danach eine ( nicht besonders kindgerechte ) rede von irgendeinem sehr wichtuigen man, und dann noch die hymne des departamentos la paz. hat nrw eine hymne?

es ging so weiter mit reden, irgenwann hab ich dann rausgefunden, dass es bei der ganzen zeremonie darum ging, dass das schulgebauede vor dem wir sassen grade neu eingeweiht wurde. aha. und ich ehrengast. wieso auch immer.

irgendwann waehrend des ganzen stand die ehrentribuehne auf und etwa 10 bis 20 muetter bedankten sich bei jedem einzeln und streuten jedem von uns wichtigen menschen weisse blueten-teile ueber den kopf, bis der ganze bereich zugeschneit war. bittebitte, gerngeschehen.

dann gabs noch ein presentation von einer aymara-tanzgruppe und dann wurden die neuen schulgebauede eingeweiht mit chanpangne und es gab essen fuer die menschen. wir standen dann also im kreis in neuen leeren klassenrauemen, jeder mit einem teller in der hand ( mit huenchen, das finde hier alle immer grossartig, aber ohne besteck). die eine haelfe des grossen kreises waren muetter und die andere wichtig.

naja, ich weiss nicht ob man sich das jezt einigermassen vorstellen kann - ich hoffe es kommt irgendwie rueber, dass ganze irgendwie eine ganz witzige und sehr interessante (und auf ne andere art natuerlich auch mittelfurchtbare) sache war.

 

 

ja und gestern war teambesprechung zwischen den initiatiorinnen und den leute, die direkt im projekt arbeiten. als ich kam, haben mich 2 der profes (paedagogen) direkt mitgenommen, bier kaufen. na das kann ja ne nette besprechung werden, sehr sympathisch! von dem bier hab ich dann im endeffekt leider doch nichts abbekommen, es sollte anders kommen.

als wir ins projekt zurueckkamen, gingen wir in den computer / naehraum. dort stand ein aelterer man mit einer dieser andenmuetzen auf und verteilte suessigkeiten, kokablaetter, spiritus, lametta und allerhand anderes und moeglichst buntes auf einen ausgebreiteten papierbogen. dabei murmelte er ununterbrochen etwas, in dem zwischendurch die namen der initiatorinnen ( die auch in dem raum standen), der name des projekts, des dorfes und viel unverstaendliches vorkam.

dabei wurde geraucht, coca gekaut und sich gedaempft unterhalten. dann bekam jeder einige sussigkeiten in die hand und der reihe nach waren diese auf dem opferpaket zu verteilen. ich wurde angewiesen, dass "con todo corazon"(mit ganzem herzen) zu machen und dabei auch was von gesundheit fuer kinder oder so zu murmeln.

das paket wurde dann ins buero gestellt und ein zweites produziert. achja, am ende davon noch etwas bier und wein drauf und ausserdem noch einen zettel mit den namen der initiatorrinen, "sariry alemania" und sonstiger wichtiger leute des projekts. als alles fertig war, haben wir druassen ein ordentliches feuer gemacht und den ganzen kram verbrannt. und das bier wurde von den initiatorinnen gut geschuettelt auf die projektgebaude gespritzt.

dann gabs essen und dann teambesprechung.

danach wurde die asche noch begraben.

oh ich das hab gar nicht geschrieben: das ganze war natuerlich fuer pacha mama (mutter erde) und ist ein aymara-brauch. mir war allerdings gar nicht so klar, das diese sachen auch unter der doch recht westlich gepraegten stadtbevoelkerung hier so beliebt sind.

20.8.07 01:47


hab fotos von der reise hochgeladen. vielleicht gibts morgen oder so noch mehr. auf jeden fall schreib ich morgen den echten blogeintrag zu ende....

 

19.8.07 04:00


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung