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so. da bin ich. ich bin aus der illustren runde der rucksacktouristen in den ehrenwerten kreis der haustuerschluesselmitsichrumtraeger gewechselt. 

ich bin in la paz.und ich kann sagen: es ist irgendwie meine lieblingsstadt. es ist wirklich ein auesserst beeindruckender blick von oben auf die stadt, wenn man mit dem bus ankommt. und solche blicke kann man hier irgendwie an jeder ecke haben ( wenn man gerade hoch genug ist). eine ziemlich grosse stadt, die groestenteils wirkluch an den berg geklatscht ist. das fuehrt natuerlich dazu, dass ein bischen spazierengehen gleich ziemlich anstrengend ist, aber es lohnt sich, denn es gibt viel zu sehen. zum beispiel einkaufen: richtige supermaerkte hab ich noch nicht entdeckt, das grossete sind so tante emma-laeden, normalerweise kauft man alles was man braucht an kleinen ( bis sehr kleinen (=kiste aepfel) ) staenden auf der strasse( von denen es wirklich unglaublich viele hier gibt). verkauft wird meistens von aelteren frauen, die wirkich diese klischenhafte traditionelle kleidung anhaben, und meinsten in der lage sind, nach dem verkaufen ihren stand klischehafte traditionelle (ganz huebsche) bunte tuscher packen und auf den ruecken nehmen. ich will hier weder ein loblied der wirtschaftsform des kleinen einzelhaendlers anstimmen, noch die boesen fabrikhaften westlichen supermaerkte verfluchen - aber das hat schon was!

naja mehr beobachtungen aus la paz schreib ich demnaechts mal und fang dann jetzt erst mal vorne an, beim letzten eintrag war ich ja noch in bs.as.:

Also von buenos aires bin ich im bus in etwa 28h nach villazon gefahren. die busfahrt war ganz witzig, ich hab das erste mal in meinem leben bingo gespielt, und das gegen den ganzen bus (hauptgewinn: rueckfahrticket). das spiel ist zwar furchtbar nervig, aber seit dem bin ich ne ecke sicherer mit den zahlen auf spanisch. von villazon, das in bolivien, aber nur eine halbe bruekcnelaenge von der argentinischen grenze entfernt liegt, gings im zug weiter nach oruro. 17h stunden. nette bolivische jugentliche getroffen, mich mit nem norweger, einer brasilianerin, einem bolivianischen camion (lkw)- fahrer (volvo!, wie er stolz betonte) und noch einer bolivianerin unterhalten. die fahrt ging vorbei am largo poopo ( wo es flamingos gab) -  den salta der uyuni, den groessten salzsee der welt kann man angeblich vom zug aus sehen, bei uns wars aber leider nacht. achja, und kalt wars in dem zug!

von oruro aus gings weiter durch das bolivanische altiplano( hochland). weiterhin eine recht oede, trockene landschaft, die sich kaum veraendert, aber doch sehr anders als in argentinien, bergiger und im hintergrund tauchten dann auch irgendwann die ersten schneebedeckten gipfel auf. ( die man uebrigens teilweise auch von hier in la paz und insbesondere von el alto, wo das projekt ist aus sehen kann).

ja und dann kam la paz und wie gesagt, das ist wirklich beeindruckend von oben. und von "innen" auch. einfach sehr nett, die stadt.

am naechsten tag gabs vormittags einiges mit dem visum zu erledigen -und es sollte und wird noch einiges folgen. furchtbar nervig, man laueft von einier behoerde zur anderen um dokumente zu beosrgen. dort trifft man dann auf eine neue lange liste mit weiteren wiederum dafuer erforderlichen dokumenten...naja, ich hab jetzt verbrecherfotos auf rotem hintergrund von mir und weiss jetzt, dass mit meinen zaehnen auch nach  bolivianischen standarts alles in ordung ist und was meine blutgruppe ist und dienstag erfahre ich wieviele ansteckende krankheiten in meinem blut gefunden wurden...

nachmittags ins projekt. es ist ne ganze ecke raus. und der teil el altos ist recht trist...sehr nette, putzige kinder und mit den angestellten versteh ich mich auch sehr gut...fussball spielen, mit hausaufganben helfen usw, morgen muss ich meine erste englischstunde geben, naja mal schaun, wie das wird.

...gesundhgeitlich hatte ich uebrigens keine probleme( man kann ja angeblich an hoehenkrankheit sterben und schlimmeres), ein bischne kopfschmerzen die ersten tage und am ersten tag kann man nach 10 treppenstufen sein herz schlagen hoeren....

 

.

alles sehr gut- ich bin gerne hier ....bald mehr und irgendwann fotos!

12.8.07 19:06


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comodoro ist eine weitere quadatstrassenstadt, fuer leute mich, die sowas nicht gewohnt sind, sehen die alles mehr oder weniger gleich aus. comodoro liegt am meer und gleichzeitig in der trockenen steppenlandschaft mit etwas keunstlich wirkenden huegeln (von denen aus man einen guten blick ueber die stadt hat)

 wir haben in lutz gastfamilie gewohnt, das war sehr nett und lustig, ausserdem noch eine menge anderer leute kennengelernt. einen abend waren wir in einer disko, wo am anfang lange cumbia lief (was definitv nicht meine musik ist - aber wer weiss vielleicht gewohn ich mich ja noch dran), spaeter gabs aber auch noch reaggeton( mit dem ich mehr anfangen kann) und danach punchi ( etwa techno, aber gar nicht schlecht - gefaellt mit groessenteils).

 nach 27h fahrt sind wir heute morgen wieder in buenos aires angekommen. morgen frueh fahr ich los nach bolivien und jochen wird abends nach deutschland zurueck fliegen...

4.8.07 19:04


...und hier sind wir in comodoro. wieder. denn auf der hinfahrt nach feuerland haben wir hier in comodoro direkt einen anschlussbus bekommen und sind direkt weiter richtung feuerland gefahren. in rio gallegos mussten wir allerdings eine nacht bleiben, denn der naechste bus ging erst am naechsten tag. aber dann weiter nach ushuaia, die suedlichste stadt der welt ( wenn man puerto williams in auf der gegenueberliegenden , chilenischen seite des kanals nicht als stadt zaehlt. ) um von rio gallegos nach ushuaia zu kommen, faehrt man fuer einige stunden durch chile. nach chile darf man kein obst und gemuese mitnehmen, das hatte uns keiner gesagt. also mussten wir die 10 aepfel, die wir im handgepaeck hatten schnell noch auf der fahrt bis zur ersten grenze aufessen. da musste man dann anstehen, um einen ausreisestempel zu bekommen. 20 min. spaeter das gleiche mit dem einreisestempel, im chilenischen grenzposten einge hundert meter weiter. einiges stunden spaeter das gleiche an der anderen grenze und auf der rueckfahrt wieder das gleiche. eine nervige sache diese nationalstaaten. wir sind aus uruguay ja mehr oder weniger durchgaengig nach feuerland gefahren, das hat etwa 4 tage gedauert, davon eine nacht in buenos aires und eine in rio gallegos. landschaftlich war das schon sehr interessant, besonders eindrucksvoll eigentlich das monotone: von buenos aires aus nach sueden gabe es eigentlich kaum etwas anderes als steppe zu sehen. von morgens bis abends sieht man eine landschaft, die sich eigltlich so gut wie nicht veraendert. stundenlang faehrt man geradeaus, durch die trockene ebene, in der kleine bis mittelgrosse buesche rumstehen. ( dazu gibt es allerhand filme, die man zum allergroesten teil eigentlich nie sehen wollte. ). im weiteren verlauf gab es noch zu sehen: steppe mit glsttgeschnittenen huegeln, steppe mit hoch und tiefebenen, spaeter steppe mit wenig schnee und schneebedeckte steppe. noch einige stunden spaeter eine faeherenueberfahrt und am ende kurz vor ushuaia, fuhren wir durch relativ hohe berge, in einer schneebedeckten landschaft -entspricht etwa den alpen im winter, nur etwas weniger hoch, aber definitiv eindrucksvoll. ushuaia selbst war unerwartet warm. ich hatte geruechte von temperaturen vergleichbar mit alaska gehoert, das war uebertrieben. feuerland ist etwa soweit vom suedpol entfernt wie schweden vom nordpol. trotzdem gab es ordentlich schnee in ushuaia, bevor wir kamen schien es eine ganze ecke kaelter gewesen zu sein. in den 2 tagen, in denen wir dort waren, war es aber recht warm ( 10-15 grad oder so). in der stadt ist der schnee deswegen recht schnell geschmolzen, in den bergen in der umgebung gab es noch ziemlich bis sehr tiefen schnee. da sind wir dann an beiden tagen wandern gegangen. ushuaia ist ein sehr touristischer ort, errinert sehr an jeden anderen wintersportort. unterschied ist nur, dass ushuai gleichzeitig am sozusagen am mehr liegt, genauergesagt an einem meer-kanal ( oder wie heisst sowas? ich meine sowas wie den aermelkanal..) es gibt ne ganze menge leute, die nur zum skifahren hierhin kommen. die verpassen definitv einiges, denn die waelder um die stadt herum sind wirklich aussergewohnlich und wirkten einfach gut, so tief eingeschneit.

aussergewohlich deswegen, weil an den baumen eine art moos (oder sowas) ist, und alles baume relatv duenn sind und fast ohne aeste sehr direkt nach oben wachsen. kann man alles nicht so gut beschreiben, muss man hinfahren oder sich in einger zeit mal die bilder ansehen(ich werd welche hochladen, wenn ich in bolivien bin). es wirkt ein bischen wie ein maerchenwald und  das moos (?) wird "oldmans beard" genannt  - wir haben die beiden tage hier mit wandern verbracht.

so, ich muss jetzt weg - ueber comodoro schreib ich beim naechsten mal

 

1.8.07 20:59


in meinem pass gibt es 34 seiten fuer "visas und sichtvermerke" also die seiten, so man stempel hinbekommt, wenn man irgendwo ( ausserhalb der eu) ein und ausreist. um die anzahl der leeren seiten zu verringern, waren wir in die letzten tage in uruguay.

uruguay liegt, wenn man sich das auf der karte anguckt, buenos aires quasi gegenueber. von uns konnte sich aber niemand irgendiwe richtig was drunter vorstellen, deswegen lag es im doppelten sinne nahe, nach uruguay zu fahren. also sind wir von buenos aires aus per bus nach montevideo gefahren.  von beosnderen sehenswuerdigkeiten wussten wir nichts und haben auch nichts herausbekommen, muss ja auch nicht sein. montevideo ist einfach sehr nett und irgendwie sehr entspannt. wir haben in einer art jugendherberge gewohnt und da auch nette leute kennengernt ( z.b. einen spanier, der gerade in feuerland war und quasi auf dem weg nach bolivien ist um dort in einem sozialen projekt mit kindern zu arbeiten...).

von montevideo aus sind wir ins landesinnere gefahren. auf dem weg dorthin gab ziemlich kleine doerfchen, eine huegelige landschaft, die gleichzeit oede  und doch irgendwie interessant war, und ein paar palmen und kakteen zu sehen. unser ziel war ein dorf namens "paso de los torros". dort habe wir ein billiges appartment gemietet.die palmen und kakteen passten nicht so ganz zu den temperaturen, es war zuemlich kalt. unsere vermieterin meinte das es der kaelteste winter seit langem in uruguay waere.

irgendwie hat man den eindruck, dass uruguaz ein sehr entwpanntes land ist*. am deutlichsten kann man bemerkt man das, wenn auf der hauptstrasse des dorfes autos mit schrittgeschwindugkeit und darunter fahren. auch wenn die naechsten 3 autos sich dieser geschwindigkeit anpassen mussen, kommt niemand auf die idee zu hupen. statt dessen giessen sich die fahrer lieber noch einen matetee ( der uebriogens in ganz lateinamerika sehr verbreitet ist) auf.,..

nach 2 tagen, in denen wir im dorf herumgelaufen sind, was wirklich sehr nett war, haben wir uns auf den weg zurueck nach buenos aires gemacht.

jetzt sind wir hier und werden heute abend den bus nach comodoro nehmen, eine stadt im sueden argentiniens, in der lutz frueher gewohnt hat und daher viele leute kennt. von dort aus werden wir weiter nach feuerland fahren...

 ----

*das ist so eine sache mit den nationalstaaten und ihrem image. eine sache, ueber die man uebrigens gut bei langen busfahrten nachdenken kann. an uruguay  hat es sich fuer mich irgendwie sehr gezeigt, dass man unterbusst sich ein bild von einem land "als land " zu produzieren, ohne dass ich das eigentlich will, denn es ist natuerlich (haufig? ) ziemlicher bloedsinn einem land oder einer nation eine verhaltenseigenschaft zuzuordnen. schliesslich ist ein land ja eine ziemlich zufaellige einteilung. oder manchmal auch nicht, auf jeden fall voller ausnahmen und niemand kann etwas dafuer, in welchem land er jetzt zufaellig geboren wurde...waehrend ich das hier schreibe, werde ich mir in vieler hinsicht unsicher. ich meine viele unterschiede sind offensichtlich und was ist mit der deutschen mehrheitsgesellschaft?....wie auch immer hier muss ich noch denken

24.7.07 18:59


 

Ich wusste gar nicht, dass der FLughafen in Madrid so gross ist. Es gibt lange Gaenge und ich fand es erst lustig, dass auf den WEgweisern, die zu anderen BEreichen des Flghafens fuehren, Angben wie "25 min" (fuer den Fussweg dahin) standen. Als ich den Pfeilen folgte und dann vor einer flughafeneigenen U-Bahn stand, kam ich mir etwas hinterweltlerisch vor... DAs ist jetzt schon 2 Tage her. Von Madrid aus ging es dann weiter nach Buenos Aires, wo ich gerade bin. Buenos Aires? Nicht Bolivien? Nein, denn ich werde, bevor ich mich hier in die Berge Boliviens aufmache, noch eine Zeit mit 2 (Lutz und Jochen)Freunden durch Argentinien reisen (das GEld dafuer habe ich zum Abitur bekommen).

..Der FLug nach Argentinien war auch recht interessant: Die LAndschaft Brasiliens ueber die ich geflogen bin unterschied sich - von so weit oben betrachtet, am Anfang ncht so sehr von der europaeischen, aber irgendwann tauchten riesige grune Flaechen auf, durch die sich sehr duenne, oft schurgerade Linien zogen. Einige zeit spaeter wird die Urwaldlandschaft von Feldern unterbrochen, die verglichen mit den europaischen, ziemlich gigantisch sein muessen.

Der Hoehepunkt des Flugs war aber definitiv der LAndanflug auf Buenos Aires: Gegen 8 Uhr Ortszeit ist es hier schon dunkelm denn hier auf der Suedhalbkugel ist ja momentan WInter. Und waehrend es in den GEbieten Uruguays, de fuer mich vor B.A. lagen, nur ab und zu kleine erleuchtete Stellen zu sehen gab, war B.A. ein riesiges Lichtermeer. DIe riesige Stadt (16 Millionen Einwohner), dessen STrassen als gleichfoermiges Gitternetz angeordnet sind, leuchtete und blinkte ueberall.

 Einer der beiden Freunde(Lutz), mit denen ich hier reisen werde, hat die 11 KLasse in Argentinien verbracht, deshalb koennen wir hier in Buenos Aires(und bei den naechsten STationen unserer reise) bei freunden von ihm wohnen. Es sind alles wirklich sehr nette Leute hier, mit unserer GAstgeberin Karolina sind wir schon  ein wenig durch die Stadt  gelaufen  ( dieses gitterstrassennetz ist uebrigens eher verwirrend als uebersichtlich, irgendwie sieht alles sehr aehnlich aus) und haben haben mit vielen freundlichen offenen, interessierten und einfach sehr netten leuten die abende verbracht. Ich habe zwar noch einige verstaendisprobleme, die aber irgendwie immer zu ueberwinden sind...

Buenos Aires gefaellt mir, es laueft einiges anders, anderes ist recht europaiesch.

Hier faengt gleich das Fianle des Suedamerika-Fussball-Cups  (von dem ich gar nichts wusste) statt: Argentinen- Brasilien.

 Viele Gruesse nach Europa, ich bin sehr gespannt auf alles: Die weitere Argentinienreise, Boliven, das Projekt Sariry, und darauf, wie ihr euch veraendert habt in einem JAhr...

 

 

15.7.07 22:02


gestern bin ich angekommen. in einem monat.

13.6.07 10:46


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